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Aus dem Marienheim – Würzburg. Mit einem Gottesdienst und Klängen aus der südamerikanischen Heimat wurde Zaida Hock offiziell in ihr Amt als Einrichtungsleiterin des Caritas-Marienheims eingeführt.

Bis auf den letzten Platz war die Hauskapelle des Marienheims gefüllt. Bewohner, Mitarbeiter, Kollegen und Trägervertreter waren zum Gottesdienst gekommen, um Zaida Hock offiziell als Einrichtungsleiterin willkommen zu heißen. Die gebürtige Peruanerin hatte bereits im vergangenen Jahr die Nachfolge von Ines Klingenmaier angetreten, nachdem sie rund 16 Jahre im Haus St. Thekla tätig war, erst als Altenpflegerin und schließlich als stellvertretende Pflegedienstleitung und Qualitätsbeauftragte. „Man sieht an Ihrer Laufbahn, wie Sie hier bei uns gewachsen sind. Und auch in Ihrer neuen Aufgabe als Einrichtungsleitung sollen Sie wachsen", sagte Georg Sperrle, Geschäftsführer der Caritas-Einrichtungen gGmbH (CEG), und überreichte Zaida Hock einen geschnitzten Engel. Dabei sei es jedoch auch wichtig, sich selbst im Blick zu behalten. „Dieser Engel soll Ihnen zeigen, dass Gott immer in Ihrer Nähe ist und Sie umsorgt."

Mit dem Herzen wahrnehmen

Den Blick auf sich selbst und auf andere thematisierte auch Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesancaritasverbands, in seiner Predigt. „Es geht darum, mit welchen Augen wir andere im Blick haben, mit welchen Augen wir die betrachten, die wir begleiten und die uns anvertraut sind", sagte Bieber in Bezug auf das Tagesevangelium Matthäus 6,19-23.

„(...) Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein. Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein."

„Wenn die Menschen in unseren Häusern spüren, dass sie gesehen werden, mit dem ganzen Herzen wahrgenommen werden, dann fühlen sie sich hier zuhause, dann werden wir unserem Dienst gerecht." Domkapitular Clemens Bieber dankte Zaida Hock für ihre Bereitschaft, diesen wichtigen Auftrag zu übernehmen und segnete sie für ihren Dienst. Anschließend überreichte er ihr eine Bibel und wünschte alles Gute für die Zukunft.

Glückwünsche von Gehörlosengruppe

Glück- und Segenswünsche kamen auch von Gehörlosenseelsorger Horst Sauer und der Hospizgruppe Gehörlose, die eng mit dem Caritas-Seniorenheim kooperiert, das spezielle Angebote für gehörlose Senioren hat. Für Klänge aus der südamerikanischen Heimat von Zaida Hock sorgten Freunde und Carlos Papzi von der Band „ARU".

Zaida Hock bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und den herzlichen Empfang und lud alle Anwesenden zu einem Imbiss ein, bei dem neben belegten Brötchen auch peruanisches Gebäck gereicht wurde. „So kann Globalisierung funktionieren", sagte Domkapitular Clemens Bieber mit einem Lachen.

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